Kärnten fliegt anders ...

Wöllanernock vs. Gerlitzen

Posted by Martin (mische) on 29 Jul 2013
News >>

Das letzte Wochenende verbrachten wir aufgrund extremer Temperaturen eigentlich fast nur auf den Bergen Kärntens. Am Freitag ging es auf den Wöllanernock. Nach einer kleinen Stärkung in der Geiger Hütte ging es dann rauf zur Startstelle. Dieses Mal war auch unser Top-Lackierer und Spitzenpilot Hans dabei. Der ja fast immer für Schlagzeilen sorgt. Beim letzten Mal z.bs. klappten wie aus dem nichts plötzlich die Flächen seiner 6m LS1 zusammen.

Anfangs ging es etwas ruhig zur Sache, da die Sonnen den Kessel noch nicht so richtig aufgeheizt hatte, aber dann so gegen 13.00 Uhr fing die Kacke an zu dampfen.

Hans flog gleich ein paar Runden mit seiner ASW 15 (Hersteller unbekannt, eine ASW mit sicherlich schon 25-30 rep. Stellen). Schon nach wenigen Flugminuten merkten wir dass es heute genial werden könnte. Dr. Werner K. schob dann gleich einmal seinen Ventus hinterher, aber dieser Flug dauerte aufgrund der immer stärker werdenden Thermik und dem doch zu leichten Ventus nur sehr kurz. Die Landung, wer denn Wöllanernock nicht kennt, zumindest dort oben nicht schon einmal geflogen ist, weiß dass man da fast einen Slalom zwischen den Steinen fliegen muss um sein Modell sicher zu landen, verlief beim Werner erwartungsgemäß tadellos.

Nachdem nun auch der alte Lackierer mit seiner ASW 15 am Boden war, ich meine kl. L-213a sicher gelandet hatte, war es Zeit auf was größeres umzurüsten.

Mein Problem war eigentlich nur, wer wirft mir meine DG 303 Acro Elan…… Vollspeed- Wolfi der das sonst immer übernimmt war nicht dabei,  und einen anderen wollte ich das nicht zumuten, also blieb mir keine andere Wahl, ich musste meinen Sender den alten Lackierer in die Hände drücken. Ich hatte nicht gerade ein gutes Gefühl bei der Sache, denn ein paar Starts zuvor, hatte der Lackierer fast einen Baum knapp unterhalb der Startstelle gestreift.

Ja, aber was soll´s, wer fliegen will muss auch ab und zu was riskieren, das dachte ich mir während ich Anlauf nahm, nach nur wenigen schritten kam auch schon die Kante und ich warf meine DG 303 hinaus.

Wow, keinerlei durchsacken oder was eigentlich meine gr. Angst war, dass die 303er zu knapp an die Bäume geriet, war geschehen,  sie stieg einfach nur genial weg. Sofort übernahm ich wieder meine Fernbedienung :-)

Das fliegen mit der DG 303 Acro Elan (5m) von Paritech ist der absolute Hammer, die Kiste liegt so ruhig in der Luft dass man sogar den Sender am Boden legen kann, die Trinkflasche nimmt, sich einen großen Schluck gönnt, und dann wieder weiter fliegt. An dem Tag stellte ich meinen persönlichen Rekord auf, 1Std. 40min durchgehend mit der 303er in der Luft, ob jetzt am Rücken oder normal ist hier egal :-)

Der Flugtag endete wegen eines plötzlich auftretenden Gewitters sehr abrupt. Wir konnten gerade noch rechtzeitig alles im Auto verstauen. Aber auch dieses Gewitter konnte den genialen Tag nicht vermissen.

Am Sonntag ging es dann auf die Gerlitzen. Alle unsere Österreichischen Wetterstationen meldeten das gleiche, Windspitzen bis 50km/h aus westlicher Richtung. Das ganze sollte schon gegen Mittag beginnen. Wir fuhren relativ früh los sodass wir gegen Mittag schon oben waren, jedoch war von einem Westwind weder was zu sehen und schon gar nichts zu spüren. Der Wind kam von Süd und teilweise sogar von Süd-Ost!

Jedes unserer Autos war voll gestopft mit gr. Modellen, keiner hatte angenommen das sich diese Wetterfrösche heute irren. Nach ein paar Cafes und einer kleinen Mahlzeit wurden die Verhältnisse etwas besser sodass wir zumindest mit den Stacheln (F3B Fluggeräten) ein paar Runden drehen konnten. Besser wurde das ganze dann am späteren Nachmittag, der Wind kam recht gut aus westlicher Richtung und ich entschloss mich meinen Stingray (3,3m) zu fliegen. Wolfi übernahm wie gewohnt das werfen auf der Startrampe vorm Pacheiner. Der Stingray stieg gleich einmal kräftig weg, was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist, und ich, vielleicht etwas übermotiviert, flog gleich einmal ziemlich weit raus. Es kam wie es kommen sollte, der Wind drehte auf Süd, der Stingray verlor so schnell wie er zuvor gestiegen war nun an Höhe und wurde immer kleiner. Der Kampf dauerte gute 20min bis ich meinen Stingray wieder auf Augenhöhe kreisen konnte. Mit einem grinsen im Gesicht konnte ich meinen Stingray sicher landen. Der andere Stingray, der von dem Ital. Hersteller hatte an dem Tag leider kein Glück, er zerschellte ca. 150m unter der Startstelle in einem Waldstück. Das sog. Tal des Todes hat sich wieder einmal eines unserer Modelle geschnappt.

Erwartet hatten wir bessere Verhältnisse, trotzdem war es kein so schlechter Tag wie manche behaupten :-)

C right by Mischkulnig Martin (MischMa)  im Auftrag von „Kärnten fliegt anders…)

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Last changed: 31 Jul 2013 at 19:39

Back

Comments

Keine gefunden

Add Comment

Playboy.de - Cyberclub / Store / Abo
Modell Flug